Reisebericht vom 04.10.2014

Zugfahrt
Am Tag vor unserem Ausflug kaufte Rüdiger die Fahrkarten für die Leute, die in den IRE nach Ulm in Rheinfelden einstiegen. Von Schopfheim fuhren Sabine, Hanni und Rüdiger zusammen nach Rheinfelden an den Bahnhof. Sie erreichten den Zug pünktlich und stiegen ein. Sabine fragte nach der Fahrkarte, weil sie nicht gesehen hatte, dass irgendjemand die Fahrkarte gekauft hatte. Rüdiger sagte eiskalt. „Die hat der Uwe.“ In den nächsten 10 min hoffte sie, dass kein Schaffner kommt. Man erzählte mir, dass man ihr auf der Fahrt nach Bad Säckingen das schlechte Gewissen ansah.
Jacky und Uwe gingen zum Bahnhof nach Bad Säckingen. Zuerst war der Automat am Bahnsteig defekt und Uwe ging zum gegenüberliegenden Bahnsteig. Leider waren zwei Leute vor ihm dran und hatten einige Schwierigkeiten die Fahrkarte zu lösen. Wir waren zwar eine viertel Stunde früher da, aber nun wurde die Zeit langsam knapp. Endlich kinnte ich die Fahrkarte lösen und ging an den richtigen Bahnsteig. Da wir nicht wussten, in welchen Teil des Zuges unsere Clique eingestiegen ist, riefen wir zuerst die Hanni, dann Simone, dann Sabine auf den Handy/Natel an. Da Hanni und Simone nicht abnahmen, hofften wir, dass Sabine abnehmen würde, was die Gute auch tat. Nach dem wir gefragt haben, ob sie im vorderen oder im hinteren Zugteil ist, erklärte sie etwas desorientiert dass sie im hinteren Zugteil seien. Schon war der Zug in Sichtweite. Später erzählte Frau TausW vorwurfsvoll: „Wenn Euer Handy läutet, so hört es keiner von Euch. Klingelt meines, so rufen alle, dass meines schellt.“
Als Jacky und ich im Zug eingestiegen waren, hatten die übrigen schon – so schien es – auf dieser kurzen Fahrt zwei Flaschen Sekt getrunken. Jedenfalls waren schon zwei leere Flaschen Sekt auf den Plätzen der Shooting Eagles. Nach dem wir Platz genommen hatten, wurde eine Flasche Sekt geköpft und verteilt. Ebenso wurden süße Stückchen und ähnliches umher gereicht. Schließlich ist die Fahrt ja sehr lange.
Diese gesellige Runde musste natürlich auch bildlich festgehalten werden. Zuerst schoss Rüdiger ein paar Erinnerungsfotos. Dann schoss auch Sabine mit ihrer Handycamera ein Bild. Das Ergebnis könnt ihr bei den Bildern betrachten.
Alsbald wurde die zweite Flasche Sekt geköpft. Ein Herr, dessen Vorname mit R anfängt und mit üdiger aufhört öffnete also diese Flasche. Leider vergaß er, dass darauf Druck sein könnte. Die Flasche wusste das und baute noch einen zusätzlichen Druck auf. Dadurch nahm das Unglück seinen Lauf: Der Korken Schoß gegen die Decke, flog von dort auf die gegenüberliegende Seite und prallte wieder nach unten. Unten erwartete dem Korken eine Landung im bereitgestellten mit Sekt-Orange bereitgestelltem Sektglas. Als der Sekt-Orange den Korken auf sich zufliegen sah, so wollte ein Teil des Getränkes aus dem Fenster springen, welches zufälligerweise jedoch geschlossen war und blieb an dem Fenster hängen. Der andere Teil rettete sich auf Jacky's Umhängetasche. Der Teil des Getränkes, das sich nicht mehr retten konnte, musste den Korken auffangen, was glücklicherweise auch gelungen ist. So schwamm zu unserer aller Überraschung der Korken im Sektglas. Wir mussten alle Lachen, sogar die anderen Leute im Zug. Beinahe hätten sie sogar Beifall geklatscht – trauten sich wohl nicht. Nach dem wir das Fenster gereinigt und die Tasche gesäubert hatten, erfolgte die Fahrt ohne weitere Zwischenfälle.
Erste Eindrücke von Ravensburg
Als wir in Ravensburg ausstiegen, so sah die Clique einen Mann, dessen Beine in einer braun-gelb-karierten Strumpfhose und dessen Leib (der Mann war spindeldürr) in einem gelb-braun kariertem Wams gesteckt hat. Dieser Mann hatte einen Geigenkasten dabei und war offenbar Musiker. Gleichzeitig machte er einen Eindruck, als sei er nicht von dieser Welt. Er sah ein bisschen aus, wie ein Affe, den man in eine solche Kleidung gesteckt hatte. Die ganze Clique schaute verdutzt und lange den kleinen Mann an, der dann noch irgendwelche Grimassen machte und ein paar Turnübungen absolvierte. Dann schauten sie mich an, und sagten voller Mitleid – und ich könnte schwören, es war nicht gespielt: „Wenn alle Leute hier so sind, dann wissen wir endlich, warum du aus Ravensburg geflüchtet bist.“
Welch eine Blamage.
Die Stadtführung
Als nächstes besuchten wir den alten Friedhof, der seit 18hundertdomini nicht mehr in Gebrauch ist. Man sah noch die alten Inschriften an der Mauer. In der Mitte des Platzes ist ein Denkmal, an denen wir uns ablichten ließen. Danach zog es uns zum Untertor im Süden der Altstadt. Wir gingen die Bachstraße hinauf, sahen das Seelhaus und dem betrachteten das Lederhaus. Schon standen wir mitten am Marienplatz mit dem Rathaus und daneben den Blaserturm mit seinem Waaghaus. Zwischen Waaghaus und dem Rathaus war der Eingang zum Markt. Die ganze Gruppe wollte unbedingt durch den Wochenmarkt, weil es in der Gegend, wo sie herkamen, nur eine oder zwei Handvoll Marktstände gab. Es gab vieles zu bestaunen: Karotten, gelbe Rüben sowie Möhren und ein paar andere Sachen aus dem Umland. Am eindrucksvollsten waren ein paar Zwiebeln, die eine Größe von einem mittleren Kürbis besaßen. Hätte ich nicht gesagt, dass sie das alles selber durch die Stadt schleppen müssen, dann hätten die Shooting Eagles den Markt leer gekauft.
So langsam wollten wir wenigstens einen Kaffee und vielleicht sogar noch eine Rauchfleischseele essen. Schließlich sahen wir das Obertor und die ellenlange Treppe, die zum Mehlsack führte und wir mussten uns unbedingt vorher etwas stärken. Wir setzten uns an einen langen massiven Holztisch und bestellten Kaffee oder etwas, was den Durst löschte. Es gab vieles, was man essen konnte, jedoch keine Seelen. Zum Mittagessen war es für uns noch etwas zu früh. Und einen vollen Magen die Treppen zum Mehlsack bzw. zur Veitsburg hinaufschleppen wollten wir auch nicht. Es war vielleicht auch ganz gut so, dass es dort keine Kleinigkeit gab, denn die Bedienung der Humpisstuben war nicht gerade sehr freundlich. Zumindest die, die uns bediente.
Veitsburg / Torkel / Blaserturm
Danach gingen wir am Mehlsack (Höhe 51 m) vorbei (viele Treppen). Am Mehlsack sahen wir den Verlauf der inneren und äußeren Stadtmauer. Dann ging es zum Philosophenweg (noch mehr Treppen) zur bis zur Veitsburg hinauf (noch vielere Treppen), die dem Hl. St. Veit geweiht ist und daher ihren Namen trägt. Auf dem letzten Abschnitt hatte die Sabine die Treppenstufen gezählt und ließ uns schätzen, wie viele Stufen es vom Philosophenweg zur Veitsburg waren. Es waren glaube ich 167 Stufen. Irgend jemand kam der Zahl ziemlich nahe, aber der wurde disqualifiziert, weil er ein Einheimischer war.
Auf der Veitsburg angekommen sahen wir alle Türme, die die Altstadt zu bieten hatte. Aus der Liste von Söhnen und Töchtern der Stadt Ravensburg soll Heinrich der Löwe auf der Veitsburg geboren worden sein. In der Peripherie sahen wir auch die Basilika von Weingarten sowie ein neuer Turm am Rande der Altstadt, wie sie überall im Lande neuerdings zu finden sind. Die Mevlanamoschee in der Nähe der Oberschwabenhalle.
Nachdem die Altstadt von oben begutachtet wurde, liefen wir durch das Tor in Richtung St. Christina hinunter zum Philosophenweg. Dort steht ein alter Torkel, der schon im 14. Jh. erwähnt wurde. Danach ging es bis zum Gänsbühl bergab. Hinter dem Gänsbühl war der Schellenberger Turm der auch Katzenlieselesturm genannt wird. Wir sahen die schöne Häuser im Maximalpigmentiertenmitmigrationshintergrundweg (auf schwäbisch Mohrenweg) und gingen in die Roßbachstraße um schöne Dinge in der Auslage zu betrachten. Anschließend liefen wir in den Gespinnstmarkt um wieder auf den sich langsam sich auflösenden Markt zu gelangen. - Schließlich wollten wir noch auf den Blaserturm der ebenfalls 51 Meter hoch ist. Gut – Im Vergleich zum Ulmer Münster ist das nichts, aber es haben schon so manche Leute den Aufstieg auf die Aussichtsplattform nicht geschafft. Auf der Plattform hatte man einen schönen Rundblick über die Alststadt. Man sah direkt durch das Obertor (im Osten), durch das Frauentor (im Norden), durch das Untertor (im Westen) – und ich denke, man hätte auch direkt durch das Kästlinstor im Süden durchgesehen.
Der Blaserturm war bis zum 14. Jh. ein Teil der Stadtbefestigung und an dem Turm war das Spital angebaut. In diesem Jahrhundert wurde dann die Stadt erweitert und das Spital wurde neben dem heutigen Untertor untergebracht. Nach der Stadterweiterung wurde aus dem einstigen Spital dann ein Kaufhaus in welcher die Stadtwaage untergebracht war. Daher dann auch der Name Waaghaus. In dem Waaghaus war dann auch der Schwörsaal untergebracht, in dem die Amtsträger dann ihren Amtseid ablegen mussten.
Marienplatz, Frauentor, Lieb-Frauen-Kirche, Zehntscheuer, Vogthaus
Nach der Turmbesteigung suchten wir auf dem Marienplatz ein nettes Plätzle, an dem wir das Treiben der Stadt zuschauen konnten und uns etwas Stärken konnten. Wieder fanden wir einen langen massiven Holztisch mit genügend Plätze. Dieses Mal eben im Freien. Es war etwas kühl, weil überall im Lande die Sonne schien. Nur nicht im Schussental. Da hielt sich ein zäher Hochnebel. Der Autor hatte vergessen seinen Begleitern zu erwähnen, dass im Schussental zur Herbstzeit wegen Hochnebel oft keine Sonne zu sehen ist. So leisteten sich jemand eine heiße Schoki. Der Schoki kam. Leider hatte man vergessen das „heiß“ reinzumachen und die Beschwerde folgte auch von der betreffenden Person, die den Schoki bestellt hat. Nach dem der Schoki abermals aus der Küche kam, fragte eine Person in die Runde:“meint ihr, es wäre jetzt unhöflich dem Kellner zu sagen, dass der Schoki zu heiß sei?“
Nach dem wir uns mit kaffee, heißer Schoki, Tee und andere Getränke versorgt haben schritten wir weiter zum Frauentor und besichtigten die Liebfrauenkirche. Die Liebfrauenkirche war eine dreischiffige Basilika, die im 15. Jh. um ein Seitenschiff erweitert wurde. Neben dem Sandsteintympanon sahen wir die wertvollen Chorfenster. Für eine katholische Kirche ist die Liebfrauenkirche sehr nüchtern.
Nach der Kirchenbesichtigung gingen wir durch das Frauentor zum Heilig Kreuz Brunnen am Frauentorplatz und durch ein Nebentor zum Grünen Turm. Des weiteren sahen wir in der Turmstraße die Zehntscheuer und später das Vogthaus. Wir kamen überein, dass das Vogthaus mit seinem modernen Tor/Fenster/Oderwasauchimmer eher verschandelt worden ist. Nun meldeten sich bei sehr vielen Teilnehmer des Ausfluges der Magen.
St. Jodok und Hunger
Also zogen wir an der St. Jodokskirche vorbei und betrachteten die Gassen der Altstadt in Schrittgeschwindigkeit. Auf die Besichtigung der schönen Kirche verzichteten wir. Wir nahmen anstattdessen das Kupferkännle als Ziel. Deswegen mussten wir fast durch die ganze Altstadt (schwäbisches) laufen. Vor dem Kupferkännle betrachteten wir den Brunnen, auf dem eine Stadtwache zu sehen war, nur so lange, wie es unsere Mägen es zuließen. Danach stürmten wir das Kupferkännle. Die freundliche Bedienung nahm unsere Bestellungen auf und reichte diese gleich dem Koch weiter. Wahrscheinlich mit der Bemerkung, dass jeder von uns einen Wolf im Ranzen (für Nichtschwaben einen Wolf im Bauch) habe, der schon knurren würde, wenn nicht schleunigst und viel Essen auf den Tisch käme. Es wurde bestellt: Kässchbädzla, saure Linsa mit schbädzla und Saitewirschdla, Gordon Blö, und Zwiebelrooschdbroda. Einer wollte sogar Zwiebelrooschdbroda mit Broodgardoffla. Ich schaute entschuldigend die Bedienung an mit dem Blick, die sagten „sind Ausländer, aber keine deutschen Ausländer“. Sie schaute wissend zurück, und sagt mir damit „Zum glick hott'r schwätze misse zum b'schdella. So honni glei gwisst, dass des a Schweizerle isch, der soebbes b'schdellt. An Schwoob heddi rausgsgmissa“. Also war meine Entschuldigung angenommen.
Das Essen kam und es wurde gegessen. Zum Schluss wurde um jeden Bissen gekämpft. Nicht weil es schlecht war – im Gegenteil – es war sogar sehr gut. Nur: die hungrigen Mägen haben zum Teil lauter geknurrt, als sie essen konnten.
Zufrieden und Pappsatt machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Eigentlich wollte ich Richtung Kornhaus und dann den Hirschgraben entlang zum Spitalturm gehen. Ich ließ mich dazu überreden, die Bachstraße mit den Einkaufsläden hinunter zu gehen, weil ich schlicht vergessen hatte, dort entlang hinunter zu gehen. Leider hatten in der Bachstraße einige Geschäfte geschlossen. Insbesondere der Laden, in dem es Waffelbruch von der ortsansässigen Firma gab. Es wurde noch etwas in der Altstadt flaniert und dies oder jenes gekauft. Am Bahnhof angekommen, genehmigten wir uns noch einen Kaffee oder ein Erfrischungsgetränk. Leider waren die dazu bestellten Seelen den ganzen Tag schon in der Auslage, dass sie etwas Gummiartiges hatten. Die gute Frau war mit dieser Massenbestellung ohnehin etwas überfordert.
Rückfahrt:
Müde und erschöpft von der vielen frischen Luft ließen sich die Ausflügler sich auf die Sitze des Zuges nieder. Für alle Fußgänger gab es ein Desperado. Jemand, der satt war vom Rooschdbroda hatte sehr zu kämpfen mit dem Desperado. Zum Glück gab es noch jemand, der sich Opferte, den Desperado zu trinken. Alles in Allem war es ein gelungener Ausflug. Wir waren der Meinung, dass wir einen solchen Ausflug nochmals machen werden.
März 2013
Bei einem Übungsabend - es wird ein neuer Tanz geübt und alle sind eifrig dabei, den Tanz zu üben. Nur einer macht scheinbar nicht richtig mit. Darauf hin die Tanz Frau ZausS: warum Tanzt du so schnell: Daraufhin ganz verzweifelt Herr KausS: Was kann ich dafür, wenn die Füße schneller sind als mein Kopf.
Dezember 2012: Hirtenbrunnen im Wiesental
Ein nicht ganz erst zu nehmender Reisebericht
Das Missverständnis:
Im Dezember waren wir alle zusammen auf einer Hütte im Wiesental. Einige von uns fuhren schon am frühen Nachmittag zum Hirtenbrunnen, um den sagenumwobenen Kuchen zu probieren. Es war ein Traum von Schwarzwälder-Kirsch-Torte. Beim verspeisen von Kaffee und Kuchen offerierte uns der Wirt, welche Köstlichkeiten er für den Abend zubereiten könnte. Er bot unter Anderem Reh, Gams (Gemse) und Wildschwein aus der Region an. Eine von uns wollte wissen, ob die Gams ähnlich wie Äntä (Ente) schmeckt. Verwundert darüber schauten sich alle an und der Wirt verstand nicht recht, warum die Gams nach Äntä schmecken sollte. Bis ihr Begleiter herausfand, dass da eine Verwechslung vorlag. Die Frau HausF verstand Gans. Da sie noch nie eine Gans gegessen hatte, meinte sie, dass es vielleicht ähnlich wie das andere Federvieh, das auch im Wasser schwimmt, schmecken würde. Der Begleiter von Frau HausF – welcher übrigens ein findiges Schbrachschenie ist und das badisch – alemannische, sowie das bayrische, österreichische und vorderösterreichische sowie das schwitzerdütsche ins schwäbische übersetzen kann – klärte die gute Frau auf, dass eine Gams keine Flügel und Schwimmhäute zwischen den Zehen besäße sondern Hufen und Hörner wie jenes andere in den Alpen lebende Tier, das im Wappen der Bünd'ner sei. Nur dass die Hörner viel kleiner ohne solche Knöpfe sowie der Körper kleiner sei und das Fleisch etwas feiner wäre. Also ein Steinbock mit kleinem Körperbau und kleinen Hörner.
Es war ein lustiger Nachmittag, zumal ich nicht neben der Frau TausW saß, die bei jeder Gelegenheit ihrer Nachbarin in den Arm boxte. Außerdem besaß der Nachbar oft das Glück etwas vom Essen oder das Getränk von ihr ab zu bekommen. Aber dazu später mehr.
Die Befehle:
Nachdem viele von uns schon beschlossen hatten, zu Abend ein bisschen vom Wildschwein und ein Stück von der Gams zu essen, beschlossen einige von uns, ein Spaziergang im Schnee zu machen. Der Schreiber dieser Zeilen war mit dabei. Hingegen Frau HausF musste auf die Prüfung lernen, die sie in der nächsten Woche absolvierten musste. Ich zog meine Winterwanderstiefel und meinen schönen schwarzen Mantel an. Mein schöner neuer Cityhut, den ich Tags zuvor in einem kleinen Alpenland günstig erworben habe, setzte ich dann auf mein Haupt und ging vor die Hütte. Draußen wartete schon Frau TausH mit ihrem Hund, der nur zwei Kommandos kannte. Friss und Fass. Genau in der Reihenfolge wie mir die gute Frau glaubhaft versicherte. Ich sagte ihr das auch, das ich das gerne glaube: Nach Friss kommt das rollen wie ein Fass. Die anderen Teilnehmer der Expedition ließen nicht lange auf sich warten und wir stiefelten los. Zuerst den geteerten Weg entlang, an dem Skilift vorbei und dann in die Weite unberührter Natur des Wiesentales. Wir stiefelten schon einige Schritte in den fast unberührten Schnee, der nur von einer Spurraupe vor einigen Stunden niedergewalzt wurde, damit man besser im Schnee laufen konnte.
Der Unfall:
Herr HausS zog wegen der Anstrengung ein kleinen Flachmann mit rotem Saft aus der Brusttasche hervor und seine Lebensgefährtin, Frau ZausS zog die kleinen Kunststoffgläschen hervor, damit wir nicht alle aus der Flasche trinken mussten. Wir machten dazu ein paar Bilder, die wir auch gerne veröffentlichen werden, wenn denn die Bilder nicht wieder verloren gehen sollten. Wir erlebten also den süßen Geschmack eines Kirschlikörs. Wir waren so entzückt, dass wir gerne noch ein zweites kleines Gläschen uns genehmigen wollten. Und dieser Augenblick sollte photographiert werden. Beim Einschenken, oder vielmehr danach, entstand aus irgendeinen Grund – der mir im Augenblick des Schreibens entfallen ist oder aufgrund des Schocks den ich erlitten habe – ein rascheln. Der äußerst kluge Hund übersetzte das Geräusch mit dem Befehl: Friss. Darauf hin setzte sich der Hund in Bewegung und sprang Frau TausW an und wollte Fressen (oder eben was leckeres Trinken). Dabei stieß dieser kluge Hund der Besitzerin des Selben gegen den Unterarm, damit das leckere Getränk herausfiele und er das Getränk auflecken könnte (soviel zu seinem Kunststück). Leider war ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht selber treu und war entgegen meinen eigenen Warnungen nicht mindestens fünf Schritte von Frau TausW entfernt (wie auch? - wir wollten ja ein Foto machen). Ich sah, wie das leckere Getränk überschwappte. Ich sah auch wie es auf mich zu kam. Für ein Ausweichmanöver war es nun zu spät. Ich sah, was noch in dem Glas der Besitzerin des Hundes war, und ich wusste, dass fast nichts den schneebedeckten Boden der Tatsachen erreicht hatte. Nun kannte ich die Menge, die meinen Mantel erreicht hatte. Jedenfalls war fast nichts mehr im Glase der guten Frau. Demzufolge kontrollierte ich, ob die von mir errechnete Menge auf meinem Mantel war. Wie befürchtet, hatte ich mich nicht verrechnet und der rote Saft triefte von meinem Mantel auf die vom Schnee unbefleckten Schuhe. Da wir im Schnee waren hatte ich eine gute Idee. Einfach den roten Saft aus dem Mantel mit dem vorhandenen Schnee bedecken. Der Schnee färbte sich rot und wurde dann vom Mantel abeschüttelt. Ich war überrascht, dass es so gut wirkte. Es ist kein Fleck mehr auf dem Mantel. Aber meine Umgebung sah aus wie auf einem Schlachtfeld. Um mich herum war der Schnee Blutrot. Wir befanden, dass wir den Ort schleunigst verlassen sollten, bevor die örtliche Polizei uns verhaften würde nach einer verstümmelten Leiche suchen würde. Den Rest des Spaziergangs folgte mir einer temporären Schneeballschlacht. So verbrachten wir einen vergnüglichen Nachmittag in den schneebedeckten Landschaft des Wiesentales.
Das Essen:
Am Abend kam der Rest der Truppe. Der Hund musste zum Abendessen im Zimmer bleiben. Er hatte sein Fressen in seinem Zimmer. Wenngleich der Hund auch mehr gegessen hatte, als die Besitzer für ihn vorgesehen hatten. Sein Fressen war in einer Tüte verpackt, die unvorsichtigerweise auf einer Höhe war, die der Hund erreichen konnte. Damit hatte der Hund all das an einem Abend verspeist, was für das gesamte Wochenende vorgesehen war. Frau TausW hatte nicht gelogen, als sie sagte, dass er nur auf zwei Befehle hörte. Was sie nicht glauben konnte war, dass der Hund Selbstgespräche führte und sich selber die Befehle geben konnte.
Der Abend verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle (zumindest für mich- ich saß genügend weit weg). Wir aßen a la Carte und einige von uns das am Mittag bestellte Menue mit Wildschwein und Gams (ohne Äntä) . Am Nebentisch gab es wohl ein Alemannenmenue mit einem Trinkhorn, aus dem Met getrunken wurde (alle tranken aus einem Horn - nacheinander und nicht gemeinsam). Ein paar von uns, die noch nie aus einem Trinkhorn getrunken haben, interessierten sich sehr für den Inhalt des Hornes und fragten sich, ob sie sich das nicht auch bestellen sollten.
Der Abschied:
Der Abend war lustig und ausgelassen. Wegen andere Verpflichtungen, die Tags darauf folgen würden, verabschiedeten sich am späten Abend einige von unserer Truppe. Schön, dass Ihr dabei wart. Wir hatten einen schönen Abend gemeinsam verbracht. Die anderen Teilnehmer übernachteten in dem Gasthaus. Wir hatten ein sehr schönes Zimmer ganz aus Holz. Sogar das Waschbecken war aus Holz gefertigt. Das hatte mich sehr beeindruckt.
Am Morgen danach genossen wir gemeinsam das üppige Frühstück. Nachdem wir gefrühstückt haben, packten wir unsere Sachen ein und gingen auf einen kleinen Weihnachtsmarkt. Einige führen dann nach Hause und ein paar fuhren dann in den Hochschwarzwald um eine Schneewanderung vorzunehmen.
05. August 2012: Die Einladung:
Frau TausW hat uns nach dem Tanzen zu Ihrem Geburtstag am Wochenende eingeladen: "Kommt zum Kaffee zwischen drei und vier ... aber nur eine Stunde". Anm. d. Red. erinnert mich an eine schwäbische Einladung. Kommet glei noch'm Kaffetrinka, denn seid'r zum obetessa dohoim). Klaro dass wir kamen. Wir brachten alle Eieruhren oder Wecker mit und stellten sie damit die Stunde ja nicht überschritten wird. Heute jedoch, als ich die Bilder vom Kaltbrunnental einpflegte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Sie meinte Ihre Stundeneinteilung mit mindestens 100 Minuten (Vergl. Bildergallerie Thema Kaltbrunnental 2012).
22. April 2012: Countrymusik:
Ein Ereignis welches ich neulich erfahren habe: Herr KausS hatte sich mit einem hier in der Gegend bekannten Countrysänger unterhalten. Das Gespräch musste einen in etwa folgenden Verlauf genommen haben:
Musiker: Du weißt, dass am nächsten Wochenende im Schweizer Fernsehen eine Country Sendung läuft mit vielen internationalen Countrysänger und Gruppen.
- Nein, wo und wann denn? - - Am Samstag im SF1 um 20.15 Uhr - - Gut dass Du mir das sagst. Ich bin zwar unterwegs, aber ich werde es mir auf Video aufnehmen.
Gesagt, getan. Das folgende Wochenende war ganz toll und der Videorecorder hat auch funktioniert. Am Sonntagnachmittag sah sich der gute Herr KausS die Countrysendung an. Doch Oh Schreck – lauter Jodler und Volksmusik war auf der Kassette.
Beim Wiedersehen der Beiden sagte Herr KausS: Da hast Du mir das letzte Mal schön einen angegeben. Daraufhin trocken der Musiker: Country heißt Land. Also Landmusik. Aus welchem Land das es ist steht nirgends. Diese Musik kam halt aus Deutschland, Schweiz und Österreich.
04. Dez. 2011: Ausflug zum Weihnachtsmarkt nach Colmar
Die Brückennummer: Wir wollten auf dem Weihnachtsmarkt nach Colmar. Pünktlich wie die Deutschen sind, wurde um elf Uhr losgefahren. Herr JausH sowie seine Frau DausH fuhren im eigenen Auto und uns hinterher. Danach wurde Frau TausW abgeholt. Es saßen dann 5 Personen im Auto. Drei vorne (unter anderem auch Frau TausW, Uwe und Jackie hinten. Auf dem Weg zum Bahnhof nach St. Louis, fast schon an der französischen Grenze, sagte Frau TausW, wir müssen dann noch den Uwe abholen. Nach eine Gedenkminute, nach dem alle nachsinniert hatten fragte darüber verwundert die Frau ZausS: „Welchen Uwe?“ Das war der Moment, wo alle gespannt lauschten. Jeder dachte nämlich, dass noch jemand mitkäme. „Na, der Uwe und die Jackie, die warten doch auf der Brücke.“ Nun ging ein Grinsen über alle vier Backen von jedem Einzelnen (also 16 Backen).
„Denn lueg amol, wer dohinte hockt.“
Frau TausW errötend: „Oh jemineh, Euch habe ich garnicht gesehen“.
Das Lösen der Fahrkarte: Nach dem wir in St. Louis ankamen, sahen wir, wie ein Zug weg fuhr. Gut gelaunt kamen wir zu dem freundlichen Automaten, (der Bahnschalter war trotz besseren Wissens von der Frau TausW nicht besetzt) an dem wir unsere Tickets lösen wollten. Nach einer Viertelstunde war uns der Preis noch nicht genehm, den der Automat verlangte. Ein freundlicher Franzose aus (ich vermute mal) Marokko war nach Aufforderung sehr hilfsbereit. Er schaffte es, uns (sogar erster Klasse) mit annehmbarem Preis das Ticket zu besorgen.
Fahrpläne auf französisch (Teil 1): Die Freude über die Tickets war sehr groß, bis uns klar wurde, dass der Zug am Sonntag um diese Uhrzeit gar nicht fuhr. Der Schuldige wurde gleich gefunden. Der Herr RausF, den, den man auf der Brücke stehen ließ, hatte am Abend zuvor den Fahrplan, damit er besser lesen kann, ohne Brille gelesen. Dieser verteidigte sich erfolgreich damit, dass er den französischen Zahlen und Wörter gar nicht mächtig sei. Weiterhin beteuerte er glaubwürdig, dass er Dimanche für Dienstag gehalten hätte und von Sonntag kein Wort im Fahrplan stünde.
Nun dämmerte es einigen, dass der Zug, den sie losfahren sahen, jener Zug war, den sie hätten nehmen können, wenn sie denn die Fahrkarten gehabt hätten.
Erster Klasse und die falschen Fahrkarten: Also gut. Wir gingen dann in ein Cafe und tranken derweil einen (Kaffee natürlich). Als wir endlich den nächsten Zug vorbeifuhren ließen, so hatte die Frau DausH schon die größte Lust, so schien es, nach Hause zu gehen. Als endlich der richtige Zug einfuhr, bekamen wir mit, dass wir sogar erste Klasse gelöst hatten. Als der Kondukteur kam, bekamen wir mit, dass wir die falschen Fahrkarten gelöst hatten. Der Ort stimmte, die Klasse stimmte, die Anzahl der Personen stimmte ebenfalls. Nur hätten wir noch sowas wie die französische Bahncard oder sowas ähnliches gebraucht. Der französische Kondukteur war nett und ließ uns erster Klasse ohne weitere Gebühr bezahlen, weil er wusste, dass wir eh nochmals das Ticket lösen, das wir eigentlich hätten lösen sollen (für den ganzen Tag).
Als wir ohne weitere Betriebsablaufstörungen in Colmar ankamen, war unser erster Weg zum Bahnschalter, um ein Ticket nach Hause zu lösen. Bei dieser Gelegenheit fragten wir nach der Abfahrtszeit am Abend. Die freundliche Frau am Bahnschalter erklärte uns, wann wir fahren könnten. Was sie sich dabei dachte, weiß nur sie selber – ich vermute mal, sie dachte, dass sie die Leute vor ihr eh nie wiedersehen wird und sie selber gleich Feierabend hat. Es wird egal sein, was ich denen erzähle, wird sie weiter gedacht haben.
Das Wechselspiel der Farben: Jedenfalls war der Weihnachtsmarkt ein schönes Erlebnis und stimmungsvoll. Wir tranken zunächst den Glühwein ohne Glüh. Später dafür veredelten wir den Glühwein ohne Glüh mit viel Glüh. Frau HausF hatte auf dem Weihnachtsmarkt in Colmar eine Bratwurst an einem Stand gekauft. Auf die Frage, ob sie mit Senf oder Ketchup die Wurst haben möchte, entschied sie sich für den Senf. Ich glaube, ich hätte ihr sagen müssen, dass der Senf in Frankreich ein bisschen anders ist, wie der in Deutschland. Genussvoll biss sie in die Wurst. Nichts passierte. Als sie aber dann zu dem mit Senf bestrichenen Brötchen kam, lief sie an wie eine überreife Tomate. Leute, die das beobachtet hatten, sagten aus, dass sie ein solches Farbenspiel im Gesicht nur vom Zeichentrickfilm kennen und dass sie es sich nicht hätten vorstellen können, dass es am lebenden Objekt auch gehen würde.
Fahrpläne auf französisch (Teil 2): Wir schlenderten eine Stunde, bevor der Zug abfuhr zum Bahnhof. Wir hatten reichlich die colmarer frische Luft geschnappt und waren zufrieden über den gelungenen Tag mit Startschwierigkeiten. Wir trafen überpünktlich am Bahnhof ein, so dass wir vielleicht uns noch Dieses oder Jenes anschauen konnten. Wir haben gerade mal Dieses (das war die Abfahrtstafel) angeschaut, als wir dann blitzartig beschlossen, das Jene nicht mehr anzusehen. Das „Dieses“ hatte uns nämlich zu verstehen gegeben, dass der Zug gar nicht um die uns zugesagte Zeit (19.24 Uhr), sondern schon in drei Minuten (19.00 Uhr) abfährt. Auch andere ähnliche Zeiten waren nicht auf „Dieses“ zu sehen. So war es flüssiger als Wasser (für Leute, die nicht zu Ende denken: überflüssig), das Jene anzusehen. Das Einzige, was wir im Bahnhof noch sehen konnten, war, wie der Zug einfuhr. Irgendwie war ich an diesem Abend froh, dass der Kondukteur nicht kam. Bestimmt war der Fahrschein für diesen Zug nicht gültig.
19. Nov. 2011: Wir waren bei den BC-Stompers. Frau KausE, Frau MausSt und Herr RausF bilden eine Fahrgemeinschaft. Auf dem Nachhauseweg überkam eine der Damen so einen tierischen Hunger. Also wurde beschlossen, in einem aFkk (amerikanischen Feinkostkette) einzukehren. Als die beiden Damen bestellt hatten, so bestellte der Herr einem Mäc Rib. Darauf Frau MausSt im vollem Ernst: Heißt so nicht ein Tanz den wir gelernt haben?
Leute: Ab heute wird anstatt der Let E’r Ripp nur noch der McRib getanzt.
11. April 2011: Mit Erschrecken stellte Herr RausF fest, dass er der Zeit hinterher ist. Das Jahr 2010 war das letzte Jahr. Er hat den Termin von Meierskappel schon richtig in die HP gestellt. Dumm war nur, dass er es ein Jahr zu spät eingestellt hat.
05.01.2011: Da war doch ein Herr HausÖ in Dietikon in der Schweiz bei einem Countryabend. An der Getränkeausgabe holte er sich ein Bier in einer Bierflasche mit Bügelverschluss wie es bei uns so üblich ist und bezahlte dieses mit den harten schweizer Fränkli. Man muss schon sagen, dass das Getränk für die Schweiz doch recht human (vom Preis her gesehen) angeboten wurde. Beim Einschenken der goldgelben Flüssigkeit der Marke Rittergold stellte er mit erstaunen fest, dass die Schweizer schaumarmes Bier brauen können. Leider musste er auch feststellen, dass dieses vermeindlich schaumarmes Bier auch sauer war. Er stellte weiterhin fest, dass das Getränk suurer Moscht (Apfelwein) war. Das Gesicht sprach jedenfalls Bände, wie Ihr bei den Bildern feststellen werdet.
22. Mai 2010: Wir waren zusammen in Nehren und genossen neben einer Stöcherkahnfahrt und die wunderschöne Altstadt von Tübingen das mehrtägige Countryfest. Am Samstagnacht zu Pfingsten fiel es mir ein, Hr. H und Hr. K zu einem Cowboyschorle an der Bar einzuladen. An dieser Veranstaltung war es üblich, neben Bargeld auch mit einer gekauften Wertkarte zu bezahlen. Auf dieser Wertkarte befanden sich etliche Marken die einfach wieder mit einem dicken Filzstifft durchgestrichen und damit entwertet wurden. Die kleinste Wertkarte war 15 Euro. Gut gelaunt wurden drei der oben genannten Getränke bestellt. Drei Schorle kosteten 9 € sowie 6 € Pfand. Da ich ja rechnen kann, legte ich 15 € auf den Tresen. Bedient wurden wir von DIVA/ENGEL und SEXBOMBE. Das stand so auf dem Namenschild, das von einer popullären Schnappsbrennerei ausgegeben wurde. Die beiden boten mir an, dass ich eine Wertmarke bekommen würde. Ich wollte zunächst nicht - Warum denn auch? 15 € sind 15 €. Mit oder ohne Wertmarke. Aber die beiden gaben nicht nach. Sie meinten, dass ich den Restbetrag ja jederzeit beim verlassen des Festes wieder einlösen könne. Ich erwiederte, dass gewiss nicht besonders viel auf der Wertmarke übrig bleiben würde. Viel wäre es ja nicht, erwiderte mir die Sexbombe, aber das Geld wäre ja nicht verloren, wenn ich es einlösen würde. Es taten mir jede menge Fragezeichen auf - Vielleicht war ich von den zwei Radler besoffen und ich könne nicht mehr rechnen. Aber richtige Zweifel über meine bescheidene Rechenkünste wollten bei mir nicht aufkommen. Also stimmte ich endlich zu. Mit Feuereifer begaben sie sich über die arme Wertmarke her. Sie streichten zusammen, was das Zeug hielt. Zwischenmdurch fragte ich die Beiden, ob sie hier Arbeitslos wären (wegen dem vielen Zusammenstreichen). Als sie fast fertig waren mit dem Durchstreichen der verschiedenen Zahlen auf der Wertmarke, und nur noch wenige Cent zu streichen waren, so sagte die Eine zur Anderen : "Du - das geht genau auf" Sie schauten beide zu mir und warfen dann mit errötetem Kopf die Wertmarke in den Entsorgungsbehälter. Übrigens bekamen wir den Cowboyschorle (so zwischendurch). Ich erklärte den beiden Damen, dass ich eigentlich Entwicklungshelfer sei. Aber ich sehe schon, dass ich wieder zurück nach Schwaben kömmen müsse. Ausserdem können die beide den Vorfall hier nachlesen.
April 2010: Hr. KausS und Frau HausW wollten gerne - weil sonst nichts los war - nach Wiedlisbach bei Wangen an der Aare fahren, um zu Tanzen und dabei Ihre Freunde zu treffen. Am Morgen hatten sie noch nicht so recht Lust dazu und druckten vorsichtshalber - falls sie doch noch dazu Lust bekämen - die Strecke aus. Sie Tippten Froburg Wiedlisbach an der Aare ein. Tatsächlich sahen sie wohl Are mit einem kleinen Kreis über dem A und hielten es für Falsch. Darunter stand dann noch "Oder meinten Sie Aare?" Na klar, drucken wir Aare mit zwei A aus, denn nach Schweden wollen wir nicht. Aber in die Schweiz dachten sich wohl die Beiden. Nun Aare in der Schweiz ist zum Einen ein Fluß, zum Anderen kennt das Navi lediglich ein Gewand bei Eptingen, das so heisst. Nach dem die Beiden am Abend doch zum Tanzen wollten, so verliessen sich die Beiden vertrauensvoll auf den Routenplaner. Zuerst in die Schweiz, dann über Kaiseraugst nach Sissach und Dietgen, dann runter von der N2, und mit dem ersten Gang Berg auf in die Pampas. Sie hatten nun Aare gefunden (wussten es aber nicht). Sie fuhren den Berg wieder hinunter und wieder hinauf... . Cows hatten sie jedenfalls gefunden. nur die Girls und Boys dazu fehlten eben. Auch die Musik schienen die Cows nicht zu haben. Verwundert sprachen sie einen Mann an. "Entschuldigen Sie. Wir möchten zu einer Countryveranstaltung hier in der Nähe. Wissen Sie, wo das ist?" "Wo soll die siii" antwortete freundlich der Herr in seinem hochbasellanddütsch. " weiss auch nicht so recht. Ich hoffte, SIE können mir sagen, wo ich hin will." "Da vorne ist eine Beiz, fragen Sie da mal nach" (das hätte ich auch gesagt, wenn mich jemand fragt, wo er hin will; Anm.d.Red.). In der Beiz wusste auch niemand, wo die beiden hin wollten und schüttelten vermutlich verwundert über die beiden den Kopf. Beim rausgehen entdeckten sie eine Gemeindekarte. Da stand eine Strasse, die Lungern hiess und die auch so im Routenplaner stand. Sie führte zu einem anderen Gewandt. Von dortaus kamen sie abermals zu dem Gewandt, das Aare hiess. Leicht verärgert darüber - entweder, dass Aare nicht auf dem Feld stand oder dass sie Aare nicht gefunden hatten - fuhren Sie wieder nach Hause. Heute wissen wir wenigstens, wo Aare liegt und dass wir alle nicht dort hin wollen. Wo gibt es denn sowas: Cow ohne Girl und Boy und ohne Countrymusik. Nur in Aare (ein Gewandt im Baselland), etwa 30 km von Wiedlisbach (BE) entfernt.
März 2010: Hr. RausF sollte zu einer bestimmten Zeit bei einer AFKK (amerikanische Feinkostkette) abgeholt werden. Hr RausF stand pünktich zu dem vereinbarten Zeitpunkt. Damit er jedoch Hr. KausS rechtzeitig sieht und gesehen wird, stellte er sich an eine Stelle, wo er den Verkehr gut beobachten konnte. Ganze Kolonnen von fremden Fahrzeugen fuhren vorbei und auch Hr. KausS. fuhr vorbei. "das ist schön, pünktlich abgeholt zu werden" dachte sich wohl Hr. RausF und die beiden winkten sich zu. Damit Hr. KausS den Verkehr nicht stört, war eigentlich gedacht, sollte der Fahrer auf den Parkplatz der AFKK anhalten und den Wartenden einsteigen lassen. Als Hr. RausF auf den Parplatz lief um einzusteigen, so sah er die ersten Fahrzeuge aus der Kolonne in den Parkplatz einbiegen. Dann die Nächsten ... dann wieder die Nächsten ... . Ein großes Fragezeichen stieg in Gedanken bei Hr. RausF auf. Dann noch eins... dann abermals eines. Man hätte schon die Rädchen im Kopf ticken hören können, wenn das aufkeimende Fragezeichen diese nicht gerade blockieren würden. Verdutzt stand er nun da mit seinem großem Fragezeichen. eine ganze Weile lang, bis eine bekannte Frauenstimme in seinem Kopf rief: "Hr. RausF". Das konnte nicht sein, dass er die Stimme von Fr. ZausÖ vernahm. Dennoch drehte er sich um und sah Frau ZausÖ. "Wir sind hier" rief sie. "Wie kommt nun Frau ZausÖ darauf moch abzuholen? Wohin ist Herr KausS? Aber egal. " dachte so bei sich Herr RausF und lief auf Frau ZausÖ zu." Frau ZausÖ und Herr KausS sind an diesem Abend zusammen gefahren und haben Hr. RausF abgeholt. Hr. KausS dachte, dass der Abzuholende günstig da stand und wendete, welches Hr. RausF nicht sah. Nachdem Hr. KausS gewendet hatte, war der Wartende weg. Das konnte nicht sein dachten die Beiden. Vielleicht war es eine Fatamorgana in der Nacht. Vielleicht wartet Hr. RausF an der nahen Bushaltestelle. Doch da war er auch nicht. Nun ging Fraus ZausÖ über die Nahen Parkplätze auf den Parkplatz der AFKK und rief den Wartenden. (AFKK=amerikanische Feinkostkette)
Januar 2010 Dialog zwischen zwei Kollegen: K: "Wer möchte die Grußkarte schreiben?" U: "das machst besser Du. Du hast eine schönere Schrift." K: "Du kennst mein Schriftbild doch garnicht." U: "Doch." K: "Woher denn?" U: "Bei der letzten SMS hattest Du ein sehr schöne Schrift."
Frühjahr 2009 nach dem eröffnen der HP werden Bilder reingestellt, die versehentlich gelöscht wurden. Frau K. konnte stundenlang damit verbringen, die gelöschten Bilder zu öffnen. Kommentar von Frau K: "Das fand ich garnicht witzig".
August 2009 wollten wir die Hemden mit einem gesticktem Cliquenemblem versehen. H, J, R und U vereinbarten einen Termin, um gemeinsam zum Sticker zu fahren. Auf der Fahrt zu H+R vergaß natürlich jemand (nämlich U) das Wichtigste - das Hemd zum besticken. Also fuhr U mit J wieder nach Hause zurück, vier Stockwerke hoch, Hemd raus, vier Stockwerke nach unten, und ab zu H+R und danach zum Sticker um die Hemden und Westen abzugeben. .....................................Fünf Wochen später: Alle bekommen ihre Hemden und Westen. U bemerkt im halbdunkeln, dass er sich nicht an ein Jeanshemd erinnert, das mit Permuttknöpfen versehen ist und das seines sein könnte. Ausserdem kratzte die Stickerei am Rücken. Die Knöpfe wurden erst garnicht zugemacht. Das Hemd wurde eingepackt und der Abend fand wie geplant statt. Zuhause stellte U fest, dass zum Ersten das Jeanshemd zu klein war und er zum Zweiten in der Eile vor fünf Wochen das Jeanshemd seiner Lebensgefährtin anstatt das Seinige zum Sticken gebracht hatte.
September 2009. Auftritt in Wehr. Alles lief glatt. Sogar die Auftritte. Nix ist passiert. Nur eben danach. Der Auftritt war fast vorbei und es wurde eine Zugabe gegeben. Als Zugabe wurde im Kreis getanzt. So ganz plötzlich fiel aufgrund des Regentanzes tatsächlich Regen. Und das nicht zu Knapp. Die ersten Tänzer verliessen die Bühne. Der Rest bekam zunächst garnicht mit, dass welche die Bühne verlassen hatten. Wenn man nun so im Kreis tanzt, so passiert es manchmal, dass man sich nicht sehen kann, weil man mit dem Rücken zueinander steht. Wenn man sich dann Umdreht, so kann man sehen, was die Anderen machen. So erging es auch einigen von uns. Sie drehten sich um (ich war auch einer von denen, die sich umdrehten) ... und sahen ... NIX. Keine Tänzer mehr auf der Bühne. Nur dass die Tänzer in zehn Meter Entfernung unter einem grossen Schirm im trockenen die übriggebliebenen Tänzer im Regen zuschauten. (es wäre eine Frechheit gewesen, wenn sie uns noch angefeuert und Zugabe gerufen hätten).
Am selben Abend waren wir dann in Alt-Berlin in Murg und Tranken eine Berliner Weisse. Sie wurde uns in einer Schale serviert und das Getränk erinnerte uns vom Aussehen her an die Götterspeise. Bei der Gelegenheit beschlossen J, G, H, R und U gemeinerweise, der Frau K am 3. Oktober zum Grillfest einen Streich zu spielen. Der geneigte Leser sollte wissen dass H und R zum Fest einen Kuchen , G einen Kartoffelsalat, J und U einen Hörnlesalat mitbringen sollte. Stattdessen beschlossen sie, dass sie jeweils eine grosse Schüssel Gotterspeise und diese jeweils in einer anderen Farbe mitbringen würden. Die Farben waren schnell abgesprochen: rot, gelb und grün. Als nun jener Nachmittag kam, wartete Frau K. schon freudig mit ihrem Gatten, den Herrn K., der sich später als Grillmeister betätigte. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Herrn und Frau K. die das alles super organisiert hatten. Nun kamen die ersten Gäste (mit der Götterspeise) ... Das waren nun mal J und U. Mit einer roten Götterspeise. U meinte trocken, dass er gestern Abend die Nudeln gekocht hatte, dabei eingeschlafen war, und die Nudeln nun verbrannt wären. (Wenn man heute darüber nachdenkt, so hätten erst etwa ein Liter Wasser verkocht werden müssen, dann würden die Nudeln erst anfangen zu braten - eine sehr lange Zeit für eine kleine Flamme.) Als Ersatz hätte er dafür nun mal nichts besseres gewusst, wie eine Götterspeise in rot zu machen. Frau K. stellte mit entsetzen fest, dass aus dem geliebten Hörnlesalat nichts wurde. Sie müsste dann eben mit dem Kartoffelsalat zum Fleisch vorlieb nehmen. Etwas später kam G ohne Kartoffelsalat, dafür aber mit einer anderen Entschuldigung und dem gelben Wackelpudding. Frau K.: Nun ... dann eben nur Gurkensalat und Maissalat zum Fleisch - ist auch Lecker. J, G und U wunderten sich einwenig, warum Frau K. als gute Gastgeberin nichts sagte. Sie nahm es einfach nur so hin. Als dann noch H und R kamen, und meinten, dass sie keine Zeit für Kuchenbacken hatten, jedoch eine Götterspeise hätten, sagte Frau K. trocken: bestimmt einen grünen Wackelpudding. Der H. stand das Entsetzen im Gesicht: Hatten die Kollegen schon was verraten? Woher wusste Frau K. dass sie diese Speise der Götter in grün bekommen würde? Zweifel stiegen H. auf stimmte aber Frau K. zu. Frau K. jedoch selber dachte in diesem Aubenblick eben, dass es nicht so recht schmecken und erst recht nicht gut aussehen würde, wenn das Steak oder die Bratwurst mit der Götterspeise und darüber einem Gurkensalat oder dem Maissalat garniert ist. Es sieht einfach lächerlich aus, egal welche Farbe die Götterspeise hat. Ob nun güne Götterspeise mit gelben Maiskörner oder gelber Wackelpuddig mit grünen Grurken. Das wäre Einerlei. Frau K. verzog noch immer keine Miene. So nach und nach wurde von den fünf Leuten, denen der Schalk im Nacken saß, der Hörnlesalat, der Kartoffelsalat und danach der Kuchen auf den Tisch gebracht - ganz hählinge. Frau K. wunderte sich einwenig, warum alles dann doch da stand - aber sie verriet uns, dass sie es noch nicht gemerkt hatte, dass wir einen Streich spielen wollten. Als die ersten Gäste gingen, wurde das Geheimnis gelüftet. Frau K. aß tapfer den von U ganz speziell für Frau K. zur Versöhnung hergerichtete Götterspeise. Alles in Allem war es dann ein gelungener und amüsanter Abend. An dieser Stelle abermals einen speziellen Dank an Herr K. der Frau K. half, die Schale Schlabberzeug oral zu entsorgen.
Irgendwann im Frühjahr anno 2008 und irgendwo in den schweizer Voralpen machten sich einige fuchtlose Düütsche auf, um Andy Martin seiner Stimme zu lauschen. Herr - nennen wir ihn einfach - Herr H. aus Ö. macht sich gerne einen Spass daraus andere harmlose Mitbürger wie zum Beispiel Dich zu erschrecken, indem er eine leere Flasche Bier einfach umkippt. Normalerweise erschrecken sich dann die bedauernswerte Mitbürger (und manchmal auch Eidgenossen) über das laute Geräusch, das so eine Flasche beim Umkippen von sich gibt. Nun denn: Zu jener Zeit waren die Düütsche im Nirwana der Schweiz - also ein ganz abgelegener Ort (ich glaube ein Gehöft bei oder in Buus)(ganz Toll dort. anm.d.R.). Aus versehen streifte Herr H aus Ö eine volle Flasche mit alkoholfreiem Bier. So fiel sie einfach um, denn was sollte die Flasche denn sonst auch machen. Niemand reagierte darauf, weil dieses o.g. Spielchen ja schon jeder zum Teil mehrfach mitgemacht hatte. Geistiggegenwärtig und blitzschnell wurde die Flasche von Herrn H aus Ö wieder mit dem Flaschenboden auf den Tisch gestellt. Nun begab es sich, dass der Inhalt der Flasche sich gegen das Misshandeln des alkoholfreien Bieres zu wehren begann. Es schäumte vor Wut und und schoss aus dem Flaschenhals. Die Konfrontation mit dem Frevler, welcher sah was auf sich zukam (nämlich das schäumende Bier), begann. Um die schäumende Masse zu bändigen, hielt er seinen Daumen auf die Öffnung der Flasche. Darüber erboste sich das Bier und drückte so lange, bis des Frevlers Daumen es nicht mehr aushielt und etwas nachgab. Das Bier spritzte im hohen Bogen aus der Flasche. Der nichts ahnende Herr R aus F lag angelehnt in den Armen seiner Freundin und dachte ja: das war eh nur so ein Scherz von so einem gewissen Herrn. Und schon sah R mit entsetzen, dass das Bier über ihn hinwegschoss. "Was ist nun zu tun?" dachte sich der verspätet Erschrockene . "Bleibe ich liegen, so wird es bestimmt gleich auf mich nieder regnen, stehe ich auf, so habe ich die Ladung Bierschaum im Gesicht." Also blieb er liegen, denn er hatte ja noch den Hut auf... "der wird mich schon schützen", dachte er. Eine grosse Fontaine schoss daher im hohen Bogen über einen erstaunlich langen Zeitraum über ihn hinweg. Und was soll ich sagen? ..... Er bekam nicht mal einen Tropfen ab.